
Gerechter Zugang zu Dienstleistungen
Was macht eine öffentliche Dienstleistung tatsächlich zugänglich und gerecht? Und wie können Organisationen ihre Strukturen so verändern, dass Diskriminierungskritik nicht vom Engagement Einzelner abhängt, sondern zum festen Bestandteil professioneller Praxis wird?
Die Publikation „Gerechter Zugang zu Dienstleistungen – Impulse für diskriminierungskritische Praxis, institutionellen Wandel und politische Teilhabe“ bündelt die Erfahrungen, Erkenntnisse und Perspektiven aus drei Jahren des Projektes DiFair – Gerechter Zugang zu Dienstleistungen für Drittstaatsangehörige.
Ausgehend von der Zusammenarbeit mit Migrant*innenselbstorganisationen und dienstleistenden Organisationen beleuchtet die Publikation, wie rechtliche Rahmenbedingungen, institutionelle Routinen, Organisationsstrukturen und Machtverhältnisse den Zugang zu öffentlichen Dienstleistungen prägen. Dabei geht es nicht nur darum, bestehende Barrieren sichtbar zu machen, sondern auch darum, Handlungsspielräume für Veränderung zu identifizieren.
Was erwartet Dich?
- Politischer und gesellschaftlicher Rahmen: Wie strukturieren migrationsrechtliche Kategorien, rechtliche Rahmenbedingungen und Antidiskriminierungsrecht den Zugang zu Dienstleistungen (besonders für Drittstaatsangehörige)?
- Diskriminierungskritische Praxis: Wo entstehen Zugangsbarrieren und wie können Dienstleistungen und Organisationsstrukturen so weiterentwickelt werden, dass sie gerechter und zugänglicher werden?
- Perspektiven und Zusammenarbeit: Migrant*innenselbstorganisationen verfügen über eigenes Fach- und Erfahrungswissen und sind zentrale Expert*innen für die Lebensrealitäten der Menschen, um die es geht. Wie kann dieses Wissen in Entscheidungs- und Entwicklungsprozesse einfließen? Und wie lassen sich Kooperationen zwischen Organisationen in unterschiedlichen Macht- und Ressourcenpositionen so gestalten, dass Beteiligung, Verantwortung und Entscheidungsmacht tatsächlich geteilt werden?
- Praxisnahe Instrumente: Reflexionsfragen, Methoden und Tools unterstützen dabei, bestehende Dienstleistungen aus Nutzer*innenperspektive zu betrachten, Zugangsbarrieren zu analysieren und Veränderungsprozesse anzustoßen.
- Politische Perspektiven: Aus den Erfahrungen des Projekts werden fachpolitische Empfehlungen für die strukturelle Weiterentwicklung gerechter Dienstleistungen abgeleitet.
Die Publikation verbindet fachliche Grundlagen, Erfahrungswissen, Praxisreflexion und politische Perspektiven. Sie richtet sich an Fach- und Führungskräfte in Verwaltung, Gesundheitswesen und Sozialer Arbeit, an Migrant*innenselbstorganisationen, politische Entscheidungsträger*innen sowie an alle, die öffentliche Dienstleistungen diskriminierungskritisch weiterentwickeln möchten.
Viel Spaß beim Lesen!
