Verantwortung teilen, Strukturen verändern
DiAnker-Kick-Off am 8. Juli 2025: Projektstart für diskriminierungskritische Weiterbildung
Am 8. Juli 2025 kamen im Berliner TUECHTIG zum ersten Mal alle Projektbeteiligten von DiAnker – Diversität und Antidiskriminierung in Weiterbildung verankern zusammen: Unternehmensvertreter*innen, Gewerkschaften, Arbeitgeber*innenverbände, Antidiskriminierungsexpert*innen und das BQN-Team.
Die Auftaktveranstaltung diente vor allem dem Kennenlernen und dem Austausch über Erwartungen, Motivationen und erste Ideen für die gemeinsame Arbeit. Viele brachten dabei eine klare Eigenmotivation mit: Sie wollen Strukturen in der Weiterbildung verbessern und das Thema Diskriminierungskritik aktiv in ihren Organisationen voranbringen.
Gemeinsam ins Gespräch kommen
In kleinen Runden sprachen die Beteiligten über drei Leitfragen:
- Warum seid ihr hier? – Welche Motivation und welche Erwartungen verbinden euch mit DiAnker?
- Welche Vision habt ihr? – Wie sieht für euch eine diskriminierungskritische Weiterbildungskultur aus?
- Wo hakt es aktuell? – Mit welchen Herausforderungen habt ihr in der Praxis zu tun?
Auch der Projektbeirat nutzte die Gelegenheit zum Einstieg: Mitglieder stellten sich mit ihren Erfahrungen vor und diskutierten, welche Werte und Leitsätze sie in die Arbeit einbringen möchten. Dabei ging es u.a. um konkrete Hebel, mit denen der Beirat die Projektarbeit stärken kann, und darum, wie vorhandene Expertise gezielt eingebracht werden kann.
Was wir teilen: Motivation, Erwartung und Herausforderungen
Aus den Gesprächen wurde deutlich:
- Es gibt ein gemeinsames Ziel und einen geteilten Auftrag.
- Alle Beteiligten wünschen sich Weiterbildungsstrukturen, die verschiedene Perspektiven mitdenken und sichere Räume schaffen.
- Unternehmen wollen das Thema nicht nur intern umsetzen, sondern auch in ein Netzwerk einbringen und so als Multiplikator*innen wirken.
- Der sozialpartnerschaftliche Ansatz ist für das Projekt zentral – nicht als Schlagwort, sondern als Haltung.
Die anwesenden Unternehmensvertreter*innen und Mitglieder des Projektbeirats zeigten auf, wo Herausforderungen in der Praxis liegen – und wo erste Ansatzpunkte für Veränderung gesehen werden. Das Spektrum reichte von der Sichtbarkeit marginalisierter Perspektiven bis hin zur Frage, wie Lernen in Organisationen so gestaltet werden kann, dass es auch bestehende Machtverhältnisse in den Blick nimmt.
Ein Raum für Austausch, Vernetzung und nächste Schritte
Der Kick-Off war geprägt von einer offenen Atmosphäre, in der ehrliche Fragen gestellt werden konnten. Neben den inhaltlichen Diskussionen ging es auch darum, tragfähige Beziehungen aufzubauen: zwischen Projektteam und Unternehmen, Sozialpartner*innen und zwischen Perspektiven, die sich ergänzen, aber nicht immer sofort decken.
In den kommenden Monaten wird DiAnker gemeinsam mit den beteiligten Organisationen erste Maßnahmen umsetzen – und dabei weiter lernen, reflektieren und gestalten.