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Schlagwort: MSOs

Die Signale der Zukünfte wahrnehmen: Rückblick auf die Abschlussveranstaltung von DiFair

Ein Projekt geht zu Ende, die Förderung läuft aus und trotzdem stand am 1. Juli im bUm Berlin nicht der Rückblick im Zentrum, sondern die Frage, wie es weitergeht. Rund 60 Teilnehmende aus Zivilgesellschaft, Praxis, Verwaltung und Politik kamen zusammen, um die Abschlussveranstaltung von DiFair – Gerechter Zugang zu Dienstleistungen für Drittstaatsangehörige zu begehen. Drei Jahre lang haben BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz und der Migrationsrat Berlin in dem Projekt gemeinsam daran gearbeitet, Bürger*innendienste, soziale Dienste und das Gesundheitswesen gerechter zugänglich zu machen.

Miriam Camara eröffnet als Moderation den Tag | © BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz; Fotograf: David Suárez Caspar

Reproduktion und Veränderung als Spannungsfeld

Zum Auftakt gingen Projektmitarbeitende von BQN und dem Migrationsrat im Gespräch offen auf die Widersprüche ein, mit denen das Projekt von Anfang an gerungen hat. Einer davon wog besonders schwer:

„Wenn wir diskriminierungskritische Dienstleistungen in diesem System entwickeln wollen, dann werden wir diese Strukturen erst einmal reproduzieren.“

Das DiFair-Team spricht über Herausforderungen und die Wirkung im Projekt | © BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz; Fotograf: David Suárez Caspar

Wie konkret dieser Widerspruch war, zeigte sich schon an der Sprache aus der Förderrichtlinie: “Drittstatsangehörige”. Ein Begriff, der rechtliche Kategorie ist, Zugehörigkeit sortiert und so konkrete und weitreichende Folgen für Teilhabe, Schutz und Gerechtigkeit hat. Wer nicht die Staatsangehörigkeit eines EU-Mitgliedstaates, des Europäischen Wirtschaftsraums (Island, Liechtenstein, Norwegen) oder eines mit Sonderrechten ausgestatteten Staates (Schweiz) besitzt, wird in dieser Kategorie homogenisiert: gleiche Hintergründe, gleiche Bedarfe, gleiche Realität. Historisch und politisch ist die Kategorie von Logiken der Kontrolle und Abgrenzung geprägt. Sie vermittelt die Vorstellung von „Fremdsein“, temporärem Aufenthalt und Risiko. So entsteht eine Hierarchie, die Menschen entlang von Herkunft, Aufenthaltszweck und -dauer klassifiziert. Und die überträgt sich konkret auf ihre Teilhabemöglichkeiten: Während Unionsbürger*innen weitreichende Rechte haben, entscheidet bei sogenannten Drittstaatsangehörigen der rechtliche Status (Aufenthaltserlaubnis, Aufenhaltsgestattung oder Duldung) darüber, wer Zugang zu Sozialleistungen hat, wer arbeiten darf, wer gesundheitlich versorgt wird. Mit dieser Kategorie zu arbeiten und zugleich diskriminierungskritisch mit ihr umzugehen, war also ein zentrales Spannungsfeld des Projekts.

Und dennoch hat die Arbeit der letzten drei Jahre sichtbar etwas verschoben: Bei den dienstleistenden Organisationen ist das Thema Zugang für Drittstaatsangehörige heute deutlich präsenter, wenn Angebote entwickelt oder überprüft werden. Die Grundspannung bleibt aber: Dienstleistungen reproduzieren Machtungleichheiten im System. Zugleich liegen gerade in der Haltung der Organisationen und in der Art, wie sie ihre Arbeit gestalten, Handlungsmöglichkeiten und Veränderungspotenzial.

Ein Konsens zog sich durch das gesamte Gespräch: Ohne die kontinuierliche Einbindung von Migrant*innenselbstorganisationen (MSOs) lassen sich institutionelle Machtstrukturen nicht abbauen. Denn sie wissen, wo Strukturen ausschließen, wo Zugänge versperrt sind, was die Lebensrealitäten und Bedarfe von Menschen mit Migrationserfahrungen sind und wo Organisationen sich verändern müssen. Ihre Expertise ist also essentiell, um Dienstleistungen gerechter zu gestalten. Machtkritische Kooperationen mit MSOs bleiben deshalb einer der zentralen Erfolge – und zugleich der wichtigste Ansatzpunkt für die Zeit nach DiFair.

Wenn der Boden wegbricht, wird Imagination zum Fundament

Den emotionalen Kern des Tages bildete die Keynote von Jeff Kwasi Klein. Statt eines klassischen Rückblicks lud er die Teilnehmenden ein, sich konkret vorzustellen, wie eine gerechtere Zukunft aussehen könnte – und warum genau jetzt der richtige Moment dafür ist:

„Wir sind [heute] nicht hier, weil Visionen ein schöner runder Abschluss sind. Wir sind hier, weil die Förderung wegfällt, die diese Arbeit bisher getragen hat.. […] Und genau dann, wenn das Vorgegebene wegbricht, dann ist Imagination keine Spielerei mehr. Dann ist sie Motor des neu Entstehenden. Dann ist sie das, womit man baut. Das neue Fundament, wenn das alte weggebrochen ist.“

Jeff Kwasi Klein während seiner Keynote | © BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz; Fotograf: David Suárez Caspar

Klein beschrieb, wie ausgerechnet an der Stelle, an der es um Geld und Finanzierung geht, die eigene Vorstellungskraft oft am schnellsten schrumpft. Häufig sei das Sichern der nächsten Projektförderungen oder der Sprung von Projekt- zu Strukturförderung das einzig Vorstellbare und Visionäre. Dagegen setzte er eine einfache, aber wirkungsvolle These: Die physische Realität ist das einzig wirklich Feste. Alles andere – Systeme, Förderlogiken, Strukturen – ist gemacht und kann deshalb auch anders imaginiert und kreiert werden.

Die Aufgabe bestehe nicht darin, sich neue Utopien auszudenken, sondern die Zukunft zu erkennen, die in bestehenden Ansätzen längst existiert: in den Bündnissen, Netzwerken und Kooperationen, die über Jahre gewachsen sind – wie im Projekt DiFair:

“Das Bündnis, das über Jahre zusammenwächst, das passiert schon. Menschen, die quer durch das System miteinander vernetzt sind, die gibt es schon – auch und vor allem in diesem Raum. […] Unsere Aufgabe ist es, die Signale der Zukünfte, die wir uns wünschen, zu finden. Nicht weniger träumen, sondern den Beweis dafür suchen, dass der Traum zur Wirklichkeit wird.”

In einer stillen Imaginationsübung führte Klein die Teilnehmenden anschließend gedanklich ins Jahr 2030 – ein Moment des kollektiven Innehaltens, der noch lange nachwirkte.

Der Weg von der Vision zum Handeln

Nach der Keynote ging es praktisch weiter: Bei einem gemeinsamen Mapping positionierten sich die Teilnehmenden im Raum und machten sichtbar, wer mit wem zusammenarbeitet und wie nah die eigene Organisation an Communities, Verwaltung oder Politik arbeitet. Mit einzelnen Punkten wurden so Gemeinsamkeiten, Unterschiede und mögliche Anknüpfungspunkte für Kooperationen und Synergien sichtbar.

Am Nachmittag stand die Frage im Zentrum, wie sich aus diesen Visionen konkrete nächste Schritte ableiten lassen. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Ausgangspunkte der beteiligten Organisationen sind – und wie ähnlich zugleich ihre Herausforderungen:

„Wir sind aus unterschiedlichen Institutionen, mit ähnlichen Problemen. Wichtig ist unsere Vernetzung. Damit können wir viel erreichen.“

Ein Gedicht als Erinnerung: Fürsorge ist Widerstand

Zwischen den Programmpunkten setzten Rubén Manuel Gonzales und Thaís Vera Utrilla mit ihrem Gedicht „Porque somos semilla“ („Weil wir Samen sind”) einen poetischen Kontrapunkt zu den strukturellen Debatten des Tages. Ihre Worte erinnerten daran, dass Fürsorge selbst eine Form von Widerstand ist. Und dass die Samen der Solidarität, von denen der Tag so oft handelte, längst in den Menschen im Raum angelegt sind.

Zusammenarbeit, die bleibt

Drei Jahre DiFair waren geprägt von Begegnung: 7 Prozessberatungen, über 70 Netzwerkgespräche, 15 Trainings, 8 Fachinputs, 3 Runde Tische und 10 Vernetzungstreffen mit Migrant*innenselbstorganisationen. Im Zentrum stand dabei immer wieder dieselbe Frage: Wie kann Zusammenarbeit zwischen dienstleistenden Organisationen, MSOs und Fachexpert*innen machtkritisch gestaltet werden und zu einer solidarischen Praxis werden?

Eine abschließende Antwort darauf gibt es nicht. Einen klaren Abschlussimpuls hatten Tuğba Tanyılmaz und Marta Gębala (Geschäftsführung des Migrationsrats und von BQN) trotzdem: Die Synergien, die in den letzten drei Jahren entstanden sind, sollen weitergetragen werden, die entstandenen Ansätze weiterleben und das gewachsene Netzwerk gestärkt werden. Der Auftrag ist also klar: Die Signale einer gerechteren Zukunft weiter aufzuspüren, über das Ende der Förderphase hinaus.


Jetzt schon vormerken: Unser Fachwissen zu diskriminierungskritischen Dienstleistungen und die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse zu solidarischen Ansätzen in der Praxis bündeln wir in einer Fachpublikation. Freut Euch auf fachliche Impulse und praxisnahe Tools für den Arbeitsalltag. Veröffentlichung: Herbst 2026. Weiteres diskriminierungskritisches Wissen gibt es bereits jetzt hier.


Das Projekt „DiFair – Gerechter Zugang zu Dienstleistungen für Drittstaatsangehörige“ wird aus Mitteln der Europäischen Union (Asyl-, Migrations- und Integrationsfonds AMIF) und von der Beauftragten des Senats für Partizipation, Integration und Migration aus Mitteln der Senatsverwaltung für Arbeit, Soziales, Gleichstellung, Integration, Vielfalt und Antidiskriminierung gefördert.

Gemeinsam handeln für gerechte Dienstleistungen – Rückblick auf den 3. Runden Tisch im Projekt DiFair

“Alle Verwaltungen tragen beim Thema Migration Verantwortung! Migrationsrechtliche Grundlagen müssen für jede Dienstleistung operationalisiert werden.”

Von der Theorie zur Praxis: Bei den ersten beiden Runden Tischen haben wir über migrationsrechtliche Grundlagen und diskriminierungskritische Haltung gesprochen. Beim dritten stand nun solidarisches Handeln im Mittelpunkt. MSOs, Verwaltungen und dienstleistende Organisationen haben gemeinsam daran gearbeitet, wie das konkret aussehen kann – vor allem dort, wo Drittstaatsangehörige noch immer auf strukturelle Zugangsbarrieren treffen.

Schnell wurde deutlich: Egal ob im Bereich Jugend & Familie, Gesundheit oder Bildung – tagtäglich bleibt Menschen mit Migrationserfahrung der Zugang zu wichtigen Dienstleistungen verwehrt. Nicht weil sie keinen Anspruch haben, sondern weil Informationen fehlen, Verfahren unklar sind oder Zuständigkeiten nicht geklärt werden.

Diese Hindernisse sind kein Zufall. Sie entstehen dort, wo Migration noch nicht als echtes Querschnittsthema in der Verwaltung verstanden und gelebt wird. Wenn Zuständigkeiten in einzelnen Ressorts bleiben, bleibt Solidarität Theorie.

Wie lässt sich das ändern? Es braucht Formate, in denen Bedarfe systematisch zurückgemeldet werden können und in denen Verwaltung und Communities gemeinsam an einem Tisch sitzen. Dafür braucht es ein Miteinander, das Verantwortung teilt – und klare Strukturen schafft, die Veränderungen nicht dem Zufall oder der Freiwilligkeit überlassen. Denn: Verwaltung ist kein Selbstzweck, sondern arbeitet für alle Berliner*innen.

Besonders wichtig bei diesem Austausch war die Frage nach Beteiligung: Wie können Drittstaatsangehörige selbst aktiv einbezogen werden? Solidarische Praxis heißt, Betroffene nicht nur mitzudenken, sondern sie aktiv einzubeziehen. Keine Entscheidungen über Drittstaatsangehörige ohne Drittstaatsangehörige! Dazu braucht es verlässliche Ressourcen, echte Kooperationsräume und eine Verwaltung, die bereit ist, sich mit der Realität der Menschen auseinanderzusetzen und ihre Anliegen ernst zu nehmen.

Der Austausch hat gezeigt:

  • Migration muss als Querschnittsthema in allen Verwaltungen verankert werden.
  • Solidarische Praxis entsteht, wenn Entscheidungsprozesse gemeinsam gestaltet werden.
  • Gute Zusammenarbeit gelingt nur, wenn alle Akteur*innen ihre Handlungsspielräume nutzen.
  • Manche Veränderungen brauchen verbindliche Strukturen sowie finanzielle und personelle Ressourcen – nicht nur guten Willen.

Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für Eure Expertise, Klarheit und Beharrlichkeit.

Lasst uns weiter gemeinsam daran arbeiten, dass solidarisches Handeln in Berlin Realität wird!

Förderlogos

Solidarische Perspektiven auf Dienstleistungen – Rückblick auf den 2. Runden Tisch im Projekt DiFair

Am 8. April kamen Migrant*innenselbstorganisationen und dienstleistende Organisationen bei strahlendem Sonnenschein erneut in den Dialog. Der Fokus? “Solidarische Perspektiven auf chancengerechte Dienstleistungen in einer diversen Migrationsgesellschaft.”

Nachdem wir uns beim 1. Runden Tisch im Oktober mit Konzepten rund um Migration und Antidiskriminierung beschäftigt haben, stand diesmal die konkrete Praxis im Mittelpunkt: Wie können wir lokale soziale und zivilgesellschaftliche Infrastrukturen stärken und besser vernetzen, um Zugangshürden zu Unterstützung und Teilhabe von Menschen mit Rassismus- und Diskriminierungserfahrungen (insbesondere von sog. Drittstaatsangehörige) weiter abzubauen?

Wir sprachen darüber, welche Chancen und Herausforderungen es in verschiedenen Bezirken gibt, wie sich rechtspopulistische Diskurse auf das Sicherheits- und Vertrauensgefühl für Menschen mit Rassismus- und/oder Diskriminierungserfahrung auswirken, und wie dienstleistende Organisationen und MSOs gemeinsam solidarisch zusammenarbeiten können.

Der Austausch hat deutlich gezeigt:

  • Wir müssen Verbundenheit zeigen, wo Organisationen politisch unter Druck geraten.
  • Empowerment beginnt bei uns selbst – sehr oft sind Berater*innen gleichzeitig auch Betroffene.
  • Organisationen müssen ihre politische Haltung sichtbar machen – intern und extern.
  • Es braucht lebendige Plattformen, auf denen wir gemeinsam Ideen entwickeln können.
  • Wir müssen gemeinsam eine solidarische Praxis entwickeln – Kooperation statt Konkurrenz. Ressourcen und Privilegien müssen geteilt werden.

Ein herzliches Dankeschön an alle, die dabei waren, für Eure aktive Teilnahme und an das bUm – Raum für solidarisches Miteinander für die Räumlichkeiten! Lasst uns weiter gemeinsam starke Bündnisse bauen!

Förderlogos

3 Tage Mut, Empowerment und Verbundenheit – ein Rückblick auf unser eindrucksvolles Trainingsprogramm im Projekt DiFair

Unter dem Motto “Empowerment Mach(t) Transformation: Methoden und Strategien zur Positionierung von zivilgesellschaftlicher Expertise” erlebten wir kürzlich drei unvergessliche Tage, an denen sich Berliner Aktivist*innen und Vertreter*innen von migrantischen Organisationen, Initiativen und Communities intensiv austauschten, vernetzten und inspirierten. 

Die gemeinsame Zeit war geprägt von tiefgreifenden Reflexionen, bei denen die Teilnehmenden ihre Rolle(n) in den gegebenen (politischen) Rahmenbedingungen betrachtet und daran arbeiteten, ihre wertvolle Expertise machtkritisch zu positionieren. Dabei entstanden nicht nur theoretische Einsichten, sondern vor allem realistische und umsetzbare Strategien des Aus- und Durchhaltens. Dies sind wichtige Werkzeuge, um die eigenen Handlungsspielräume zu erkennen und schrittweise zu erweitern.

Die Dringlichkeit solcher Strategien zeigt sich täglich in der Realität: Migrant*innenselbstorganisationen navigieren oft durch ein Feld knapper finanzieller Ressourcen und begrenzter rechtlicher Handlungsrahmen, während sie gleichzeitig versuchen, wirksam zu agieren und institutionelle Widerstände und Hierarchien zu durchbrechen. Neben den strukturellen Herausforderungen hat dies auch Folgen auf individueller Ebene: Fachkräfte in MSOs tragen häufig mehrere Verantwortungsbereiche gleichzeitig und stehen unter enormem Handlungsdruck. Die Folge sind oft Gefühle von Ohnmacht, chronische Erschöpfung und ein erhöhtes Risiko für gesundheitliche Probleme. Umso wichtiger ist es daher, hier strategisch anzusetzen und sowohl individuelle als auch strukturelle Handlungsspielräume zu erweitern.

Was für uns die Tage so besonders gemacht hat? Der vertrauensvolle und achtsame Raum und die spürbare Verbundenheit! Im persönlichen Austausch über die eigene Positionierung öffneten sich Perspektiven, und die Teilnehmenden konnten die spezifischen Herausforderungen anderer migrantischer Communities tiefer verstehen lernen. Dabei wurden auch schmerzvolle Erfahrungen geteilt und Verletzlichkeit gezeigt, Momente, die uns alle berührten und verbanden.

Durch diese geteilten Erfahrungen wurden die Gemeinsamkeiten in den Kämpfen gegen Rassismus und andere Diskriminierungsformen greifbarer als je zuvor. Der emotionale Austausch ließ ein community-übergreifendes Wir-Gefühl entstehen, das uns bestärkt, Kraft gibt und Mut macht!

Von Herzen danken wir allen Teilnehmenden, Trainer*innen und den Menschen vom Berlin Global Village, die diesen besonderen Raum mitgestaltet und zu diesen wertvollen gemeinsamenTagen beigetragen haben!

Förderungshinweise

Trainingsprogramm für MSOs – jetzt anmelden!

Trainingsprogramm für MSOs – jetzt anmelden!

MSOs stärken, zivilgesellschaftliche Expertise positionieren! Das transformative Trainingsprogramm zeigt Ihnen wie!

Melden Sie sich bis zum 20. Januar 2025 an und profitieren Sie von Empowerment, Community-Building und Austauschräume, in denen Sie Ihre Rolle(n) reflektieren und Ihre Expertise machtkritisch positionieren können!

In zwei Modulen an drei Tagen (26.-28.März 2025, 9:00 – 16:00 Uhr) bekommen Sie die notwendigen Werkzeuge an die Hand, um Ihre migrantische Selbstorganisation zu stärken, individuelle und strukturelle Handlungsspielräume zu erweitern und Ihre zivilgesellschaftliche Expertise neu zu gestalten.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte dem Infoblatt. Die Anmeldung ist bis zum 20.Januar möglich.

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Erster Runder Tisch: Dienstleistungen gemeinsam gerechter gestalten!

Zusammen mit den kooperierenden Migrant*innenselbstorganisationen im Projekt DiFair (Club Dialog e.V., Sources-d’Espoir e.V., Al-Huleh e.V., Kurdisches Zentrum e.V., Feministisches Zentrum für Migrant*innen e.V.), dienstleistenden Organisationen und der Verwaltung sind wir vor zwei Wochen im Projekt “DiFair – Gerechter Zugang zu Dienstleistungen für Drittstaatsangehörige”, in den Dialog gegangen.

Unser Thema? “Kritische Perspektiven auf Dienstleistungen in einer diversen Migrationsgesellschaft!”

Wir tauschten uns kritisch aus zu Konzepten rund um Migration und Anti-Diskriminierung, sowohl inhaltlich und auch, was sie für die Praxis in unseren Organisationen bedeuten. Auch lernten wir mehr über die Grundlagen des Migrationsrechts und die Herausforderungen, die Menschen mit Migrationserfahrung im Gesundheitswesen, in Bürger*innendiensten und in sozialen Diensten erleben. So entstand ein spannender Austausch rund um das Spannungsfeld Integration, interkulturelle Öffnung, Diskriminierungskritik, Sprache und Sprachgebrauch, sowie Chancen(un)gerechtigkeit und Teilhabe.

Diese Gespräche waren nicht nur ein Austausch von Ideen, sondern bildeten die Grundlage für künftige Zusammenarbeit und Veränderungen. Sie führten uns zu zentralen Fragen: In welche Richtung wollen wir zusammen gehen? Wie können wir Dienstleistungen und deren Zugang gerechter gestalten? Wie kann meine Organisation dazu beitragen?

→ Mit diesem ersten Runden Tisch haben wir einen wichtigen Schritt zur Aushandlung dieser Fragen gemacht. Der offene Austausch hat neue Perspektiven eröffnet und Impulse für die Zukunft gesetzt. Danke an alle für Eure Offenheit zum Dialog!

Wir freuen uns, bald wieder MSOs, dienstleistenden Organisationen und Verwaltung an einen Tisch zu bringen. Und dabei diese Fragen in den kommenden Veranstaltungen zu vertiefen und gemeinsam Veränderung zu gestalten.

Danke auch an das Baumhaus für die tollen Räumlichkeiten und den herzlichen Umgang!

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