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Schlagwort: Berufsorientierung

Schule, aber gerecht – diskriminierungskritische Schulentwicklung weiterdenken

Schule, aber gerecht – diskriminierungskritische Schulentwicklung weiterdenken

Wie kann eine Schule aussehen, die allen Jugendlichen – unabhängig von (sozialer) Herkunft, Geschlecht oder Behinderung – gerechte Zugänge in die Berufswelt ermöglicht?

Unter dem Titel „Aus der Schule in den Beruf – Diskriminierungskritische Schulentwicklung weiterdenken” kamen am 1. Oktober 2025 Menschen aus Schulen, Berufsorientierung/ -beratung und Zivilgesellschaft zusammen. Im Mittelpunkt standen konkrete Fragen: Wie gelingt Empowerment im Schulalltag? Was braucht es für diskriminierungskritische Übergänge von Schule in den Beruf? Und welche Gelingensfaktoren und Herausforderungen zeigen sich in der Praxis?

Besonders schön waren die vielen neuen Gesichter und Organisationen, die sich bereits in den Kennenlernrunden austauschten und vernetzten. Bereits hier wurde der Bedarf zum Austausch über diskriminierungskritische und empowerment-orientierte Ansätze in der Schule deutlich: Teilnehmende sprachen von wenig Bewusstsein im Kollegium über potentielle Verletzungen im Schulalltag, der Notwendigkeit besser mit Schüler*innen in Kontakt zu stehen, und dem Wunsch nach Unterstützung und Begleitung von außen.

Schulen als Mikrokosmos – über institutionelle Ausgrenzungsmechanismen und Empowerment

Welche Rolle Empowerment in der Berufsorientierung spielt, dazu sprach Toan Nguyen. Er ist freiberuflicher systemischer Berater (Supervision und Organisationsentwicklung) sowie politischer Bildungsreferent im Themenfeld von Antidiskriminierung, Diversity und Empowerment. In seinem Impulsvortrag machte er den Rahmen von Empowerment deutlich:

„Wir würden nicht über Empowerment sprechen, wenn es kein Disempowerment gäbe. Wir können nicht von Schulen sprechen, die frei von Rassismus und Diskriminierung sind. Schulen sind ein Mikrokosmos der Gesellschaft und spiegeln gesellschaftliche Dynamiken wider: strukturelle und institutionelle Diskriminierung, Rassismus, Ausgrenzungsmechanismen.“ – Toan Nguyen

Wichtig für einen empowerment-orientierten Ansatz sei es, sich zu den Themen Antidiskriminierung und Diversity (weiter) zu bilden, Haltung zu zeigen und handlungsfähig zu bleiben. Man müsse sich damit auseinandersetzten und verstehen, welche Auswirkungen Diskriminierung auf das Leben von Menschen habe und die eigene Position auf Prägungen und Sozialisation reflektieren.

Praxisnahe Einblicke

In den anschließenden parallelen Workshops wurde es praktisch: Die Teilnehmenden bekamen konkrete Einblicke in Antidiskriminierungsvorhaben, Lernprozesse und weitere Handlungsimpulse. Dabei ging es nicht um abgeschlossene Best-Practice-Beispiele, sondern um reale Prozesse, Aushandlungen und auch Unsicherheiten:

  • Die Kepler Schule Neukölln berichtete zu ihren Erfahrungen und Herausforderungen beim Aufbau von wirksamen Antidiskriminierungsstrukturen. In ihrer AG Antidiskriminierung & Vielfalt, in der Schüler*innen, Lehrkräfte und Sozialarbeiter*innen gemeinsam daran arbeiten, ein respektvolles, wertschätzendes und gewaltfreies Miteinander zu fördern, entstand bislang eine schulweite Umfrage zu Diskriminierungserfahrungen in der Schule, ein Leitbild und dafür durchgeführte Workshops. Wie sie als Schule bei Diskriminierungen intervenieren können, dazu entwickeln sie aktuell einen Handlungsleitfaden. Diskussionspunkte in der Kleingruppe waren, ob und wie eine informierte Partizipation von Schüler*innen im Machtraum Schule möglich ist und was es für funktionierende und vertrauensvolle Antidiskriminierungsstrukturen und Handlungssicherheit an Berliner Schulen braucht.
  • Der Träger FORUM Berufsbildung e.V. brachte einen Beitrag zu rassismuskritischen und empowerment-orientierten Berufsorientierungsformaten ein. In einer Prozessbegleitung mit BQN hat der Träger einen praxisnahen Leitfaden zur Planung, Umsetzung und Auswertung rassismuskritischer und empowerment-orientierter Workshops in der Berufs- und Studienorientierung entwickelt und im Rahmen des Workshops vorgestellt. Wie die unterschiedlichen Lebensrealitäten von Schüler*innen in den Fokus gestellt werden können und welche Handlungsmacht Trainer*innen haben – darum ging es im Prozess und der Kleingruppendiskussion.
  • Was es für einen intersektionaler und diskriminierungskritischen Ansatz in der Berufsorientierung braucht, dazu leitete die Kompetenzstelle intersektionale Pädagogik (i-Päd) einen Workshop. Dabei gab sie Impulse, wie Merkmale wie (vermutete) Herkunft und/oder Religion, sexuelle Orientierung, Geschlechtsidentität, sozialer Status, Alter, Aussehen sowie körperliche und geistige Befähigungen alle Menschen betreffen, sich jedoch je nach Zusammenspiel unterschiedlich auswirken. Teilnehmende bekamen Einblicke in verschiedene Wirkebenen von Diskriminierung und wie sie sich im Kontext von Berufsorientierung manifestieren – und auch, wie sie sich als Lehrkräfte und pädagogisches Personal möglicher Ausschlüsse bewusst werden und aktiv gegensteuern können.

Die Beispiele gaben Einblicke in die tiefe Verbindung von Antidiskriminierungsarbeit und Berufsorientierung. Sie verdeutlichten die vielfältigen Ansätze und Strategien, um Teilhabe und Empowerment in Schulen und der Berufsorientierung zu fördern. Klar wurde dabei: Schulen und deren Personal tragen Verantwortung, sich strategisch, strukturell und alltäglich für gerechte Zugänge in die Berufswelt und einen diskriminierungskritischen Schulalltag einzusetzen.

Schulen als Ort der Veränderung: Herausforderungen und Gelingensfaktoren in der Praxis

Den Abschluss des Tages bildete das Panel “Berufsorientierung 2.0 – weiterdenken, neu denken oder gar umdenken?”. Zentraler Diskussionspunkt dieses fachpolitischen Gesprächs waren die Gelingensfaktoren und Herausforderungen einer diskriminierungskritischen Gestaltung im Übergang von der Schule in den Beruf. Neben der schulischen Perspektive vertreten durch Jonas Schmidt (Qualitätsmanagement-Beauftragter der Kepler Schule Neukölln) brachten Tuğba Tanyılmaz (Geschäftsführerin vom Migrationsrat Berlin e.V., Mitbegründerin und Projektleiterin der Kompetenzstelle intersektionale Pädagogik (i-Päd)) und Serdar Yazar (Co-Geschäftsführer von BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz) weitere pädagogische, politische und praxisnahe Impulse ein. Das Panel wurde inhaltlich ergänzt und moderiert durch das Projektteam Berlin braucht Dich! NEO.

Tuğba Tanyılmaz machte deutlich: „Alle profitieren davon, wenn es keine Diskriminierung gibt. Alle müssen Verantwortung dafür übernehmen, was in unserer Gesellschaft passiert.“ Schulen seien, so betonte sie, „wichtige Orte, um Identität zu stärken“, zugleich aber auch „machtvolle Räume, in denen Menschen traumatisiert und blockiert werden können“.

Serdar Yazar richtete den Blick auf die Zusammenarbeit mit Betrieben: „Schulen müssen auch viel kritischer mit betrieblichen Akteurinnen sein, kollegiale Kritik üben, Feedback geben. Wenn bestimmte Kriterien nicht erfüllt sind, ist die Kooperation nicht gut genug – trotz Abhängigkeit.*“ Auch Empowerment müsse in der Praxis verstanden, nicht nur in Definitionen gedacht werden.

Eine Person aus dem Projektteam Berlin braucht Dich! NEO hob hervor, dass eine diskriminierungskritische Praxis Reflexion und Austausch erfordere: „Auf individueller Ebene muss man die eigene Positionierung und Privilegien reflektieren, Ressourcen anschauen und mehr Austauschräume schaffen – um zu klären, was realistisch in der Praxis umgesetzt werden kann.“ Für Empowerment brauche es zudem „Nachhaltigkeit und eine Vertrauensperson mit Expertise.“

Jonas Schmidt betonte die Bedeutung von Unterstützungsstrukturen: „Wir müssen ansprechen, wenn irgendetwas im Praktikum nicht gut läuft oder Ressourcen fehlen. Das braucht Zeit – und Zeit kostet Geld. Es braucht eine Schulleitung und/oder ein Kollegium, die nicht nur sagen, was gut läuft, sondern auch, was schiefgeht. Es braucht Mut, Nerven, Vertrauen in den Prozess, Ausprobieren, neue Partnerinnen, aber auch Unterstützungsstrukturen in der Verwaltung, zu denen die Schulen gehen können, wenn Diskriminierungsvorfälle passieren.“*

Neben der Notwendigkeit für kritische Aushandlungen und dem Stärken von Handlungskompetenzen, betonten alle Panelistinnen auch, dass ein klarer politischer Wille unverzichtbar sei: Langfristige Finanzierung von Trägerinnen, differenzierte Statistiken zum Übergang Schule-Beruf, die Diskriminierungserfahrungen und Ausgrenzungsmechanismen berücksichtigen und die Integration von Berufsorientierung in die landesweite Fachkräftestrategie.

Damit diese wichtigen Impulse Wirkung entfalten können, arbeitet BQN aktuell an einem Policy Paper.

Was bleibt?

Der lebendige Austausch während der gesamten Veranstaltung zeigte das ehrliche Interesse und die Motivation der Teilnehmenden, wirklich etwas zu verändern. Und es machte klar: Es braucht Räume, in denen Schulpersonal und Berufsorientierung-Träger*innen ehrlich in den Dialog treten und voneinander lernen können. Denn diskriminierungskritische Übergänge von Schule in den Beruf sind möglich – wenn Schulen ihre gestalterischen Möglichkeiten nutzen und Synergien geschaffen werden.

Wir machen weiter – wie Du weiter Teil davon sein kannst

Diskriminierungskritische Schulentwicklung braucht konkrete und praxisnahe Ansätze, die strukturelle Gegebenheiten als Basis nehmen und sowohl individuelle als auch kollektive Lernprozesse fördert.

Für Berliner Schulen: Wir beraten aktuell Schulen in mehrmonatigen Prozessbegleitungen und bieten Erstberatungen für Berliner Schulen an, die keine Kapazitäten für einen gesamten Prozess haben, sich aber dennoch Impulse für ihre individuellen Bedarfe wünschen. Buche Dir eine kostenlosen Termin mit unserem Team!

Gut zu wissen: Wir arbeiten zurzeit an einer Publikation zu diskriminierungskritischer und empowernder Berufsberatung und -orientierung, die Anfang 2026 erscheinen soll. Von den Grundlagen zu Antidiskriminierung im Übergang Schule-Beruf über die kritische Reflexion der Rolle als Berater*in bis zur Frage, wie wir gemeinsam Strukturen verändern können – sie gibt Impulse für Praxis und Politik, verständlich und stärkend. Schaue Dich bis dahin doch mal im Wissensteil unserer Website um. Dort findest Du weitere Publikationen, praxisnahe Tools und Arbeitshilfen – auch für den Bereich Schule.

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Diskriminierungskritische Berufsorientierung – ein Pfeiler demokratischer Teilhabe

Diskriminierungskritische Berufsorientierung – ein Pfeiler demokratischer Teilhabe

In den vergangenen Wochen haben wir in unserer Serie auf Instagram gezeigt, was diskriminierungskritische Berufsorientierung wirklich bedeutet: Sie nimmt die Lebensrealitäten junger Menschen (insbesondere von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und/oder Rassismuserfahrung) ernst, baut Barrieren ab und schafft Empowerment. Sie gelingt nur, wenn Berufsberatende ihre Rolle kritisch reflektieren, ihre Handlungsspielräume nutzen und aktiv ins Tun kommen.

Dafür braucht es kontinuierliche diskriminierungskritische Weiterbildung, die es Fachkräften ermöglicht, strukturelle Benachteiligungen wahrzunehmen und in der Beratung gezielt gegen Ungleichheiten zu arbeiten. Ebenso wichtig ist eine diskriminierungskritische Organisationsentwicklung in Schulen, Beratungsstellen und Verwaltungen, damit nicht nur einzelne Berater*innen, sondern ganze Strukturen chancengerechter werden. Doch all diese Bemühungen werden erschwert, wenn die nötigen Mittel fehlen und Investitionen gekürzt werden.

Der Berliner Senat hat im Vergleich zum Vorjahr rund 400 Millionen Euro im Bereich Bildung, Jugend und Familie gekürzt – und das betrifft auch die Berufsorientierung¹. Welche Konsequenzen zieht das nach sich?

Die Kürzungen im Bereich Berufsorientierung bedeuten nicht nur weniger Angebote für Jugendliche – sie bedeuten weniger Unterstützung und weniger Bestärkung in einer entscheidenden Lebensphase. Statt Chancen auszugleichen, werden bestehende soziale Ungleichheiten weiter verstärkt. Besonders Jugendliche mit Migrationsgeschichte und/oder Rassismuserfahrung verlieren so Zugänge und Perspektiven. Gleichzeitig geraten die Menschen unter Druck, die seit Jahren engagiert für Chancengerechtigkeit arbeiten. Viele Berufsberatende sind in ohnehin prekären Arbeitsverhältnissen tätig und bangen nun um die Fortführung ihrer Projekte und Stellen – und damit auch darum, ob sie Jugendliche weiterhin begleiten und stärken können.

Diese Unsicherheit ist eine enorme Belastung und sie schwächt die Strukturen, die wir dringend brauchen, um jungen Menschen echte Teilhabe zu ermöglichen.

Eine diskriminierungskritische Berufsorientierung stärkt nicht nur individuelle Chancen – sie ist zugleich ein Schutzschild für Demokratie. Wenn junge Menschen erleben, dass ihre Perspektiven zählen und sie gleiche Zugänge erhalten, wächst Vertrauen in eine Gesellschaft, die Vielfalt und unterschiedliche Lebensrealitäten anerkennt. Werden diese Angebote geschwächt oder fallen gänzlich weg, entstehen Lücken und Ausgrenzungen, die antidemokratische Kräfte ausnutzen. Sie greifen Unzufriedenheit und das Gefühl des Übersehenwerdens auf, um Misstrauen gegenüber demokratischen Institutionen zu schüren und spalten so die Gesellschaft weiter.

Damit Berufsorientierung diese demokratiestärkende Funktion erfüllen kann, brauchen wir gut ausgebildete Fachkräfte und Organisationen, die Vielfalt und Antidiskriminierung nicht als Zusatz, sondern als Kern ihres Auftrags begreifen.

Gerade in dieser Situation wird Solidarität entscheidend. Wir brauchen starke Netzwerke: Räume, in denen Berater*innen sich gegenseitig unterstützen, voneinander lernen, Verbündete gewinnen und gemeinsam Kraft entwickeln, um den Kürzungen entgegenzuwirken. Netzwerke sind Orte, an denen Solidarität praktisch wird und an denen Empowerment nicht nur für Jugendliche, sondern auch für Fachkräfte entsteht.

Doch Netzwerke allein reichen nicht. Es braucht auch ein klares politisches Bekenntnis und eine langfristige Finanzierung, die den Wert dieser Arbeit anerkennt. Verlässliche Investitionen des Landes Berlin sind entscheidend, damit alle Jugendlichen die Unterstützung erhalten, die ihnen einen gleichberechtigten Start ins Berufsleben eröffnet. Eine solche Investition ist nicht nur eine Frage der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik, sondern auch ein Beitrag zu Demokratie und sozialer Gerechtigkeit.

Genauso entscheidend ist die kontinuierliche Förderung diskriminierungskritischer Weiterbildung und Organisationsentwicklung – sie stärkt die Qualität der Beratung und sichert, dass Institutionen Jugendlichen wirklich chancengerechte Zugänge bieten.

Wir stellen uns klar gegen Kürzungen und unterstützen das Bündnis Berlin ist #unkürzbar. Denn nur mit Solidarität, starken Netzwerken und einer kontinuierlichen Stärkung diskriminierungskritischer Praxis können wir Demokratie und Gerechtigkeit sichern.

Unsere Stellungnahme zum Demokratiefördergesetz

¹Quelle: Neue Kürzungsliste des Senats! Kürzungschaos und 39 Millionen Euro weniger im Bildungsbereich. (2025). Linksfraktion.berlin. URL: https://tinyurl.tools/5253e61d. Zugriff am 06.10.2025.

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Einladung zur Netzwerkveranstaltung

„Aus der Schule in den Beruf – Diskriminierungskritische Schulentwicklung weiterdenken“

01.10.2025 | 14:00–19:00 Uhr | TUECHTIG – Raum für Inklusion (Oudenarder Straße 16, 13347 Berlin (Haus D06))

Worum geht’s?

Was bedeutet es, Berufsorientierung im Kontext Schule diskriminierungskritisch zu gestalten? Wie kann eine Schule aussehen, die allen Jugendlichen – unabhängig von (sozialer) Herkunft, Geschlecht oder Behinderung– gerechte Zugänge in die Berufswelt ermöglicht?

Diese Netzwerkveranstaltung ist eine Einladung: Lasst uns gemeinsam erkunden, wie wir Antidiskriminierungsarbeit und Berufsorientierung noch stärker zusammendenken, in die Praxis bringen und im Schulalltag verankern können.

Für wen ist die Veranstaltung?

Diese Veranstaltung richtet sich an Lehrkräfte, Berater*innen der Berufsorientierung, Fachkräfte im Übergang Schule–Beruf sowie alle, die im Kontext Schule für mehr Chancengerechtigkeit arbeiten und sich mit anderen Engagierten vernetzen möchten.

Du bist hier genau richtig, wenn du:

  • Deine berufliche Praxis diskriminierungskritisch reflektieren willst
  • Neue Impulse und Good Practices suchst
  • Lust auf Austausch, Vernetzung und gemeinsame Weiterentwicklung hast

Was erwartet Dich?

  • Austausch & gemeinsam lernen: Wir schaffen Räume, um eigene Erfahrungen in diskriminierungskritischer Schulentwicklung zu teilen, Herausforderungen zu besprechen und voneinander zu lernen.
  • Vernetzung & Reflexion: Die Veranstaltung gibt Raum für Vernetzung, Reflexion und gemeinsames Weiterdenken
  • Impulse & Good Practices: Es erwarten dich Einblicke zur Verbindung von Antidiskriminierungsarbeit und Berufsorientierung.
  • Methoden & Tools für die Praxis: Wir stellen Materialien mit direktem Praxisbezug vor, die direkt in Schule und Beratung einsetzbar sind.

Das Programm

14:00 Uhr: Begrüßung und Einstieg mit Thementischen

Wir starten gemeinsam mit einer kurzen Begrüßung. An Thementischen kannst Du Dich direkt mit anderen Teilnehmenden vernetzen und ins Gespräch kommen.

15:15 Uhr: Impulsvortrag von Toan Nguyen zu Empowerment und Empowerment-Orientierung als (schulischer) Ansatz für die Berufsorientierung und -beratung

Toan Nguyen ist freiberuflicher systemischer Berater (Supervision und Organisationsentwicklung) sowie politischer Bildungsreferent im Themenfeld von Antidiskriminierung, Diversity und Empowerment. Er teilt Impulse und Perspektiven für eine diskriminierungskritische Praxis an der Schule und in der Berufsorientierung.

15:45 Uhr: Arbeit an Schwerpunktthemen

  • Fokus A: Antidiskriminierungs- und Beschwerdestrukturen an Schulen
  • Fokus B: Empowerment-orientierte Räume in der Berufsorientierung
  • Fokus C: Intersektionalität und Diskriminierungskritik in der Berufsorientierung

Wähle einen von drei Schwerpunktthemen aus und tausche dich mit Kolleg*innen über Good Practices, Erfahrungen und Herausforderungen aus. Gemeinsam denken wir über die Verbindung von Antidiskriminierungsarbeit und Berufsorientierung nach.

17:30 Uhr: Berufsorientierung 2.0 – weiterdenken, neu denken oder gar umdenken?

Ein fachpolitisches Gespräch zu Gelingensfaktoren und Herausforderungen einer diskriminierungskritischen Gestaltung des Übergangs von der Schule in den Beruf mit:

  • Wanjiru Njehiah: Antidiskriminierungsbeauftragte für Berliner Schulen (angefragt)
  • Vertreter*innen aus zwei Berliner Schulen
  • Tuğba Tanyılmaz (Geschäftsführerin vom Migrationsrat Berlin e.V. Sie ist die Mitbegründerin und Projektleiterin der Initiative »Intersektionale Pädagogik« (i-Päd)
  • Serdar Yazar (Co-Geschäftsführer von BQN – Zentrum für Diversitätskompetenz)

    18:30 Uhr: Netzwerken und Ausklang

    Wir schließen den Tag mit informellem Austausch, Vernetzung und Raum für vertiefende Gespräche in angenehmer Runde.

    Fragen & Anmerkungen?

    Melde Dich bitte bei Matthias Pfleger (er/ihm):

    Jetzt anmelden!

    Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist ab sofort möglich.

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    Reflexion, Haltung und Empowerment – gemeinsam Berufsorientierung gestalten

    Wie kann empowernde und diskriminierungskritische Berufsorientierung gelingen? Wir blicken zurück auf unsere Fortbildungsreihe!

    In den letzten Monaten hat Berlin braucht dich! NEO eine 3-modulige Fortbildungsreihe für Akteur*innen und Berufsberatende im Bereich der Berufsorientierung und -beratung durchgeführt. Teilnehmende haben Werkzeuge erhalten, um strukturelle Barrieren nachhaltig abzubauen und Gleichberechtigung sowie Wirkungskraft in der Berufsberatung zu fördern.

    Verbindung schaffen, Wirkung stärken

    Zentraler Ansatz war dabei “verbunden zu sein” – individuell und kollektiv. Es ging um die Verbindung mit den eigenen Werten, Emotionen, Haltung und Rolle als Berufsberatende*,* mit Kolleg*innen und der eigenen Organisation, sowie zu anderen Menschen und Organisationen im Kontext Schule – Beruf.

    Ein Raum für Vernetzung, Inspiration und nächste Schritte

    Wir haben uns ausgetauscht, diskutiert und Pläne geschmiedet:

    • Wie gehe ich mit Diskriminierung im Kontext Berufsberatung um?
    • Wie schaffe ich die Gratwanderung für realistisches Empowerment von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrungen?
    • Welche Verantwortung und Möglichkeiten haben Berufsberatende in ihrer Rolle?
    • Wie kann ich diskriminierungskritische Beratung in Schulen für mich selbst umsetzen?

    Dabei war die Fortbildungsreihe ein Ort der Begegnung und Vernetzung. Mit Wärme, Herzlichkeit und Offenheit hatten Berufsberatende Räume für Austausch, um Inspiration zu sammeln und Kraft zu tanken.

    Diskussionen machten auch Herausforderungen deutlich: unklare Hierarchien, Entscheidungen auf anderer Ebene als die Umsetzung, und berufliche Träger*innen, die wenig Verantwortung für strukturelle Veränderung übernehmen.

    Was bleibt, sind die Erkenntnisse aus intensiven Austauschen, Reflexion der eigenen Rolle und konkrete Pläne für Veränderung in den Organisationen. Und nicht zuletzt die Erkenntnis:

    Empowernde Berufsorientierung braucht solidarische Netzwerke!

    Gemeinsam weiter – für einen gerechten Übergang von Schule – Beruf

    Deshalb gestaltet Berlin braucht dich! NEO auch weiterhin aktiv den Übergang Schule – Beruf mit.

    Jetzt schon vormerken: Am 1. Oktober findet unsere Netzwerk-Veranstaltung “Aus der Schule in den Beruf – Diskriminierungskritische Schulentwicklung weiterdenken“ statt. Anmeldung per E-Mail an matthias.pfleger@bqn-berlin.de

    Berufsberatung gemeinsam diskriminierungskritisch gestalten – unsere Fortbildungsreihe ist gestartet!

    “Ich möchte Jugendliche nicht verarschen!” Mit diesen ehrlichen Worten brachte ein Teilnehmer unserer kürzlich gestarteten Fortbildungsreihe zur diskriminierungskritischen Berufsorientierung eine zentrale Herausforderung auf den Punkt.

    In der Berufsorientierung treffen Wünsche der Jugendlichen auf gesellschaftliche Erwartungen und Hürden. Berufsberatende müssen eine schwierige Balance finden: Sie begleiten Jugendliche, die in einer Welt voll Diskriminierung berufliche Ziele verfolgen – und brauchen dafür als Beratende besondere Kompetenzen.

    Deshalb dreht sich unsere Fortbildungsreihe um empowermentorientierte Ansätze für Berufsberatung und wie Berufsberatende Gleichberechtigung, Diversität und Wirkungskraft in der Berufsorientierung fördern können. Bereits in der ersten Sitzung wurde lebhaft diskutiert:

    • Wie kann ich als Berufsberatung eine Sprache entwickeln, die ermutigend und realistisch zugleich ist?
    • Wie gehe ich mit Diskriminierung im Kontext Berufsberatung um?
    • Und wie schaffe ich die Gratwanderung für realistisches Empowerment von Jugendlichen mit Migrationsgeschichte und Rassismuserfahrungen?

    Über die nächsten vier Monate lernen die Teilnehmenden:

    • was diskriminierungskritische Berufsorientierung ist
    • wie das in der Praxis gelingen kann
    • und welche Verantwortung und Möglichkeiten sie dafür als Berufsberatende haben.

    Die erste Sitzung war bereits ein intensiver Austausch und wir freuen uns auf mehr!

    Fortbildung zu diskriminierungskritischer Berufsorientierung – jetzt anmelden!

    Berufsorientierung muss diskriminierungskritisch gestaltet werden! Doch wie kann dies gelingen? Die neue transformative Fortbildungsreihe zu diversitätssensibler Berufsberatung im Zeitraum März bis Juli 2025 gibt Einblicke in genau diese Frage!

    Melden Sie sich bis zum 3. Februar 2025 an und profitieren Sie von praxisorientierten Methoden, Netzwerkmöglichkeiten und interaktiven Austauschräumen. Im Fokus steht der Aufbau von Kompetenzen zur Förderung von Empowerment und Gleichberechtigung im Übergang Schule-Beruf!

    In drei Modulen mit je zwei Sitzungen vermitteln wir Ihnen die notwendigen Werkzeuge, um strukturelle Barrieren nachhaltig abzubauen und Gleichberechtigung sowie Wirkungskraft in der Berufsberatung zu fördern. In den insgesamt 36 Stunden intensiver Sensibilisierung und Kompetenzvermittlung erarbeiten wir gemeinsam konkrete Handlungsoptionen für eine diskriminierungskritische Berufsorientierung.

    Alle Informationen zur Fortbildungsreihe sowie den Link zur Anmeldung finden Sie hier.