BQN-Berlin | Berufliches Qualifizierungsnetzwerk für Migrantinnen und Migranten

Fokus Migration

Fachkonzept für die interkulturelle Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf auf lokaler Ebene

„Integrationspolitik ist Fokuspolitik – Interkulturelle Gestaltung des Übergangs Schule-Beruf“ heißt das Projekt, das von BQN Berlin in Zusammenarbeit mit der Weinheimer Initiative im Jahr 2012 im Auftrag der Robert Bosch Stiftung durchgeführt wurde.

Ansatzpunkt des Projektes

In den Kommunen wächst der Druck, die benachteiligenden Strukturen am Übergang Schule-Beruf stärker in den Blick zu nehmen und die Übergänge für alle Jugendlichen wirksamer als in der Vergangenheit zu gestalten.

Eine integrationssensible Übergangsgestaltung bedeutet u. a. keine Sondersysteme für junge Menschen aus Familien mit Einwanderungsgeschichtevorzuhalten. Hinderlich wirkt hier, dass bis heute zwar immer mehr Kommunen eine koordinierende Verantwortung bei der Gestaltung des Übergangsgeschehens übernehmen, die kommunale Integrationspolitik als Querschnittsaufgabe aber oftmals direkt dem*der Oberbürgermeister*in zugeordnet ist und das Thema ‚Übergang Schule-Beruf‘ hier ‚eines von vielen‘ ist.

Was muss geschehen, um den ‚Fokus Migration‘ bei der Gestaltung des Übergangs Schule-Arbeitswelt systematischer als bisher zu verankern? Das Zusammenspiel von Fach- und Integrationspolitik muss verbessert werden. Dazu sind tragfähige Arbeitsstrukturen und -formen zwischen verschiedenen Arbeitsebenen nötig, die auf politischen Beschlüssen (Zielvorgaben, Prioritäten etc.) und Rahmensetzungen aufbauen.

Projektmethode und -ergebnis

Ziel des Projektes war es, am Beispiel von fünf Kommunen bestehende Arbeitsbeziehungen zwischen Fachpolitik und Integrationsressort zu verstetigen bzw. neue zu schaffen. Die jeweilige Herangehensweise mit ihren jeweiligen Chancen und Risiken sollte vor dem Hintergrund unterschiedlicher kommunaler Voraussetzungen analytisch aufgearbeitet werden.

Das Ziel wurde im Rahmen dreier Workshops erreicht. Im ersten trafen sich kommunale ‚Tandems‘, die sich jeweils aus der*dem Integrationsbeauftragten und Repräsentanten*innen der Fachpolitik zusammensetzten. Sie diskutierten die These „Integrationspolitik ist Fokuspolitik“ anhand ihrer alltäglichen Praxis. Hierauf aufbauend entwickelten sie jeweils ein Kurzzeit-Projekt, in dem sie beispielhaft eine Fokussetzung in ihrer Kommune erproben wollten.

BQN Berlin begleitete den Umsetzungsprozess wissenschaftlich. Aus der Analyse dieses Vorgehens wurde in zwei weiteren Workshops ein Leitfaden erstellt, der andere Kommunen darin unterstützt, erste Schritte bei der Setzung eines Fokus Migration zu unternehmen.

Kontakt


Klaus Kohlmeyer

Klaus Kohlmeyer030/275 90 87 12Download vCard


Katharina Goethe

Katharina Goethe030/275 90 87 23Download vCard